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23.04.2013 | Medartis USA per 1. Mai 2013 an neuem Standort

Medartis USA ist ab 1. Mai 2013 unter folgender Adresse erreichbar:

Medartis Inc.
224 Valley Creek Boulevard, Suite 100
Exton
USA-PA 19341

Tel: +1 610 961 6101
Toll free: +1 877 406 BONE (2663)
Fax: +1 610 644 2200

12.01.2012 | Gentek - Medartis unterzeichnen Distributionsvertrag für die Türkei

Ankara, Türkei / Basel, Schweiz – Mit der Unterzeichnung eines exklusiven Distributionsvertrages zwischen Gentek und Medartis sind APTUS Trauma Produkte nun zum ersten Mal in der Türkei erhältlich.

 

Steigende Ansprüche an Qualität

Willi Miesch, Geschäftsführer der Medartis AG, freut sich auf die Zusammenarbeit: “Die Türkei ist eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Gleichzeitig steigt das Qualitätsbewusstsein im Gesundheitswesen. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Gentek den idealen Partner gefunden haben, um die Nachfrage der türkischen Chirurgen nach unseren hochwertigen Produkten zu erfüllen.“

Lange Tradition

Gentek wurde bereits 1983 gegründet. Seitdem hat sich die Firma ein hohes Ansehen für ihre Zuverlässigkeit und hervorragenden Service erarbeitet. Der ausgezeichnete Ruf von Gentek im Markt ist das Resultat von jahrelanger vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Kunden. “Wir sind stolz auf die Unterzeichnung einer exklusiven Vertriebsvereinbarung mit Medartis. Diese Vereinbahrung ermöglicht es uns, dass wir unseren Kunden aussergewöhnliche Lösungskonzepte zur Knochenfixierung mit den modernsten Produkten seiner Art anbieten können.“ berichtet Lale Özpekel, Geschäftsführerin von Gentek Medical ve Teknik Cihazlar (www.gentek.com.tr).

 

10.01.2012 | Patentverletzungsklage

Das Landgericht München hat die Patentverletzungsklage (Aktenzeichen 21 O 16932/07) von Stryker Leibinger GmbH & Co KG gegen Medartis AG vollumfänglich abgewiesen. Das Urteil ist rechtskräftig. Die Klage stützte sich auf das deutsche Patent DE 43 43 117 (Inhaber und Erfinder Prof. Dietmar Wolter) und richtete sich gegen die "APTUS"-Produkte von Medartis. Die "APTUS" Produkte weisen eine durch Medartis patentierte Verblockung auf (europäisches Patent EP 1 608 278). Für diese sogenannte "Trilock"-Verblockung hat Medartis im Jahre 2006 den Innovationspreis der beiden Basel gewonnen.

 

Faktenlage:

Stryker klagte gegen Medartis und behauptete, dass TriLock eine Gewindeverbindung sei und dass während des Verblockungsvorganges eine Umformung zwischen Platte und Schraube stattfinde, wie das bei der Verblockungslösung von Stryker geschieht.

Ein richterliches Gutachten durch Prof. Dr. Heinz Mertens (emeritierter Prof. der TU Berlin) bestätigte klar, dass dies nicht der Fall ist und dass die Lösung von Medartis eine reine Keilverblockung ist.

 

Zusammengefasst:

Die patentierte TriLock Verblockung von Medartis ist eine sphärische Dreipunkt-Keilverblockung. Es gibt keinerlei Gewindeverbindung und es findet kein Umformprozess statt zwischen Platte und Schraube. Deshalb ist die Verbindung auch mehrfach wiederverblockbar.

25.10.2011 | Materialise - Medartis cooperation agreement for trauma products signed

Leuven, Belgium / Basel, Switzerland - Materialise and Medartis have entered an agreement with which Medartis will make all APTUS trauma products available for preoperative planning within the SurgiCase system of Materialise.

With SurgiCase Orthopaedics, Materialise equips surgeons with tools to try multiple approaches to complex reconstructive bone procedures before they set foot in the operating room.

The comprehensive service centers on the use of CT/MRI scanned images and consists of three components:

  • virtual surgery planning services
  • construction of cut and drill guides individualized to fit the patient
  • physical patient models

Jeroen Dille, Director of Orthopaedics at Materialise is thrilled with the agreement: “Now that Medartis’ APTUS wrist plates will be uploaded to our plating library, surgeons who are using this type of plate will be able to be served much more quickly. The partnership with Medartis shows us that the value of SurgiCase Orthopaedics is being recognized in the orthopaedic market. We will continue to invest in improving our offering and expanding our plating libraries.”

Willi Miesch, CEO of Medartis AG, looks forward to this collaboration: “Due to the partnership with Materialise we can provide an additional service to our customers. Complex cases can be planned in detail in advance. We are convinced that the demand for this service is steadily growing.”


www.materialise.com

With its headquarters in Leuven, Belgium, branches worldwide, and a staff of 800 and growing, Materialise has been playing an active role in the field of Additive Manufacturing (AM) since 1990. In addition to having the largest capacity of AM equipment in Europe, Materialise also enjoys a stellar reputation as a provider of innovative software solutions.

At Materialise, they are committed to their role in creating a better and healthier world. They believe patient-specific healthcare is the ultimate way to do this. Their experienced team, guided by several top orthopaedic surgeons, has developed a total solution to make surgeries, no matter how complex, more efficient and effective.

 

01.07.2011 | Niederlande – Medartis APTUS Produkte jetzt von Pro-Motion Medical B.V. vertrieben

Ab dem 1. Juli 2011 sind die APTUS-Produkte von Medartis für die Hand-, Radius- und Ellenbogenchirurgie für niederländische Chirurgen über Pro-Motion Medical B.V., Zwijndrecht, erhältlich. Dieser neue Medartis-Vertriebspartner besitzt im niederländischen Markt einen herausragenden Ruf für seinen exzellenten Service und seine besonderen Kontakte innerhalb der Ärzteschaft.

www.pro-motionmedical.nl

Pro-Motion Medical hat sich entschlossen, den Schritt in die interne Fixation zu tun. „Wir sind froh, dass wir einen starken und kompetenten Partner gefunden haben“, sagt Willi Miesch, Geschäftsführer der Medartis AG, und fügt hinzu: „Unsere Qualitätsprodukte werden nun durch einen ausgezeichneten und erfahrenen Vertrieb in den Niederlanden gefördert und wir sind sicher, dass dies sowohl für die Patienten als auch für die Chirurgen von Vorteil sein wird.“

Pro-Motion Medical wurde 2004 mit Sitz nicht weit von Rotterdam gegründet. Mit mehr als 50 Jahren geballter Erfahrung im Bereich der Traumaversorgung hat sich die Firma schnell eine ausgezeichnete Reputation für enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit und faire Beratung von Chirurgen und Krankenhäusern erarbeitet.

09.12.2010 | Nischen der Unfallorthopädie

Nischen der Unfallorthopädie

 

Thomas Straumann trimmt Medartis fit – 2011 rund 60 Mio. Fr. Umsatz und Break-even – Aktien Synthes zu empfehlen

 

FINANZund WIRTSCHAFT, Carla Palm

 

Der frühe Wintereinbruch ist ein Segen für die Orthopädiekonzerne weltweit. Schnee und Eisglätte führen zu Stürzen, die für viele mit ärgerlichen Knochenbrüchen enden können. Zum Abfedern eines Sturzes werden oft reflexartig die Hände benützt. Die häufigste Fraktur ist daher weltweit der Handbruch, wobei es oft den Radius erwischt, also den Unterarm gleich hinter dem Gelenk. Um die Knochen zu heilen, verwenden die Chirurgen heute zunehmend technologisch hoch entwickelte Implantatplatten und Schrauben. Der Markt für Radius-Chirurgie zählt zur Traumachirurgie (Unfallbehandlung) und gilt mit einem weltweiten Volumen von gut 1 Mrd. Fr. als attraktiv. Die Behandlung der Brüche kann nicht aufgeschoben werden. Dominierend sind grosse Orthopädiehersteller wie Synthes, Stryker und Smith & Nephew. Aber auch Nischenanbieter, wie die privat gehaltene Medartis aus Basel haben sich auf diesem Gebiet nach oben gekämpft. (Mit-)Gründer und Mehrheitsaktionär ist Thomas Straumann, dessen Familiengeschichte weit in die Medtech-Pionierzeit der Schweiz zurückreicht (vgl. Text unten).Gemeinsam mit CEO Willi Miesch hat Thomas Straumann die kleine Medartis mittlerweile soweit vorangetrieben, dass sie auch im Konzert der grossen Spieler im Markt wahrgenommen wird. In der Radius- Chirurgie gehört Medartis in der Schweiz, Deutschland und Österreich zu den Top-drei-Anbietern. Davon abgesehen ist Medartis auch in der Ellenbogenund Fuss- sowie Kiefer- und Gesichtschirurgie (Craniomaxillofacial) aktiv. Rund 60 Mio. Fr. will Medartis in 2011 umsetzen. Damit könnte der Break-even erreicht werden, «vielleicht sogar ein bisschen mehr», wie Thomas Straumann im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft» anfügt. Wäre der starke Franken nicht, hätte es wohl schon 2010 für eine schwarze Null gereicht. Medartis produziert alle Implantate am Standort Basel, verkauft sie aber überwiegend im Ausland. Das schmerzt in der Gewinn- und Verlustrechnung, obwohl Medartis als Hochpreisanbieter gilt und die Margen sonst mit den Gewinnspannen der grossen Hersteller vergleichbar seien, wie CEO Miesch versichert.

Zweistelliges Wachstum

In den vergangenen sechs Jahren gelang Medartis von einer kleinen Basis aus stets ein Umsatzwachstum von 49%. Doch das Wachstum kostete. Der Aufbau der Produktionsanlagen musste geleistet werden, ebenso der Eintritt in die Märkte. Neben sieben europäischen Ländern ist die Gesellschaft in Nordamerika, Australien und Mexiko direkt vertreten, in weiteren 17 Ländern über Distributionspartner. Financier dahinter ist überwiegend Thomas Straumann, den sein Engagement über 100 Mio. Fr. gekostet haben dürfte, wie er einmal gegenüber der Presse andeutete. Der Weg ist lang. Selbst 13 Jahre nach ihrer Gründung ist Medartis noch nicht profitabel. Für ein Industrieunternehmen wäre das ein verheerender Leistungsausweis. In der Medtech-Branche liegt Medartis damit im Durchschnitt, auch Biotech- Gesellschaften benötigen einen solchen Vorlauf. Vor allem die steigenden regulatorischen Anforderungen bremsen das Tempo. Es gibt Produkte, bei denen die Aufwendungen für die Qualitätskontrolle höher sind als die reine Herstellung. «Das ist verrückt, und es wird immer schlimmer», meint CEO Miesch. «In der Anfangszeit der Orthopädie war es möglich, ein Implantat zu entwerfen und am nächsten Tag einem Patienten einzusetzen», erinnert sich Thomas Straumann. Heute vergehe von der Idee bis zum ersten Einsatz mindestens ein halbes Jahr. Trotz aller Widrigkeiten will er mit Medartis aus der Nische heraus und in weiteren Regionen oben mitspielen. Auch eine Kotierung, wie 1998 nach der Sanierung des Zahnimplantat-spezialisten Straumann, schliesst er nicht aus. Ob wir Medartis auch als «kleine Synthes» bezeichnen dürfen, wollen wir am Ende noch von ihm wissen. «Ganz klar nein», lautet die leicht empörte Antwort.

Synthes dominiert


Anleger, die an einem Einstieg in den Orthopädiesektor interessiert sind, empfehlen wir schon seit einiger Zeit die Aktien Synthes. Das Unternehmen ist im Traumamarkt (Volumen weltweit 4,4 Mrd. $) mit einem Anteil von mittlerweile über 50% vor Stryker und Smith & Nephew weltweit führend, erwirtschaftet die höchsten Margen und verfügt über das stärkste Verkaufsteam der Branche. Synthes hat sich früh mit den steigenden Anforderungen (Preisdruck, Gesundheitsreformen) im Orthopädiemarkt auseinandergesetzt und Gegenmassnahmen ergriffen. Einzig der Bereich der Bereich Spine (Wirbelsäulenchirurgie) gilt als Sorgenkind. Das Geschäft mit der künstlichen Bandscheibe Prodisc entwickelte sich enttäuschend, da die Krankenkassen den Einsatz immer weniger rückvergüten. Stattdessen ziehen sie die deutlich preiswertere Versteifung der Wirbelsäule vor. In diesen «rückerstattungs-sicheren» Bereich drängen nun immer mehr Unternehmen, was den Kostendruck erhöht. Der Wirbelsäulenmarkt bleibt mit einem weltweiten Volumen von 6,5 bis 7 Mrd. $ attraktiv. Auch Thomas Straumann will mit Medartis den Eintritt in den Spinebereich nicht ausschliessen.

Sektor wieder gefragt


Die Aktien Synthes sind zum Kurs-Gewinn-Verhältnis 16 historisch günstig bewertet. Die Titel der Konkurrenten Stryker (KGV 18) und Smith & Nephew (KGV 17) sind etwas teurer. Das Vertrauen der Anleger in den Orthopädiemarkt scheint nach den hitzigen Debatten um die Preisentwicklung und Gesundheits-reformen aus dem vergangenen Jahr zurück. Alle drei Valoren zeigen wieder eine gute Entwicklung, auch getrieben von den Übernahmegerüchten um Smith & Nephew. Synthes trauen wir 2011 angesichts des hohen Barmittelbestands (über 2 Mrd. $) eine Überraschung zu. Möglich wäre eine Akquisition oder die Ausschüttung einer Superdividende, was den Aktienkurs noch weiter beflügeln könnte.

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Medtech und Mäzenatentum

Der Medtech-Pionier, Milliardär und Mäzen Thomas Straumann ist ein viel beschäftigter Mann. Am meisten Zeit widmet der Straumann- Verwaltungsrat und grösste Minderheitsaktionär des Zahnimplantatherstellers seiner 1997 gegründeten Medartis (vgl. oben). Als VR-Präsident und Mehrheitsaktionär kümmert er sich um die strategischen Belange, während CEO Willi Miesch das Medtech- Unternehmen operativ führt. Daneben hat der 47-Jährige alle Hände voll mit seinen weiteren Beteiligungen und mäzenatischen Aktivitäten zu tun. Neben dem Betreuen der Hotels Bellevue in Gstaad und Les Trois Rois in Basel engagiert er sich als Mehrheitsaktionär der Uhrenmanufaktur H. Moser & Cie. Zusätzlich finanziert er das vor einem Jahr erstmals durchgeführte Hallenspringreitturnier in Basel, das vergangenes Wochenende zum zweiten Mal stattfand. Manchmal sei das alles schon etwas viel, sagt Straumann im Gespräch. «Es ist nicht einfach, sich am gleichen Tag mit Medizinaltechnik, der Uhrenindustrie und der Hotellerie auseinanderzusetzen.» Er hat nun beschlossen, sich noch vermehrt auf Medartis zu konzentrieren. Das Unternehmen sei neben Straumann die spannendste Aufgabe. Hier hat er auch am meisten Zeit und Geld investiert, wie er sagt. Zwar will der fünffache Vater keines seiner Engagements aufgeben, jedoch beabsichtigt er, die Aufgaben seiner Aktivitäten vermehrt zu delegieren, um so Zeit zu gewinnen. Berührungspunkte im operativen Geschäft des Zahnimplantatspezialisten Straumann und des Orthopädieherstellers Medartis gibt es erstaunlicherweise nur wenige – obwohl Medartis ursprünglich als zweites Standbein für Straumann gegründet wurde. Doch aus der Zusammenarbeit entstand nichts. Heute könnten sich gemeinsame Schulungen für Chirurgen ergeben oder auch «etwas im Materialbereich oder in der Forschung», lässt sich Thomas Straumann seine Optionen offen. Seine übrigen Beteiligungen und Engagements sind dagegen enger miteinander verknüpft. So ist die Uhrenmarke H. Moser Hauptsponsor des CSI in Basel, das Les Trois Rois ist gewöhnlicher Sponsor. Zudem nahm H. Moser in einem Werbefilm für das Basler Hotel teil. Straumann sieht seine Beteiligungen und Aktivitäten als Ganzes, er spricht darüber nicht in der Ich-, sondern in der Wir-Form. Die Investitionsphase der Hotels als auch von H. Moser sei vorbei, die Gesellschaften müssten sich nun selbst tragen können. Straumann formuliert klare Erwartungen an seine Unternehmen; sie werden «knallhart an den Zahlen gemessen».

 

09.12.2010 | Knochenkünstler mit Schraubenköpfchen

Knochenkünstler mit Schraubenköpfchen

Medartis entwickelt und produziert Titan-Implantate, um gebrochene Knochen zu fixieren

 

Daniel Haller

Die Skibindung für Simon Ammann war der grosse Coup der Medizintechniker aus Basel. Nicht geschäftlich – Medartis-Besitzer Thomas Straumann ist privat ebenso ein Skisprung-Sponsor wie schon sein Vater und Grossvater und liess seine Ingenieure die Bindung kostenlos entwickeln. Aber besser als mit einem Doppel- Olympiasieg und dem damit ausgelösten Neid der Österreicher hätte man die Behauptung des Medartis-Geschäftsführers Willi Miesch «Pionier und Erfindergeist sind in unserer Firmenkultur fest verankert» kaum belegen können. Mit Pioniergeist und Spieltrieb begründete Straumann, Hauptaktionär der Straumann AG (Zahnimplantate), gegenüber der «Zeit» auch die 1997erfolgte Gründung von Medartis: Trat er doch mit sieben Mitarbeitenden in einen Markt ein, der beherrscht ist von starker Konkurrenz – nicht zuletzt durch Synthes, die die 1990 aus dem Management-Buy-Out des Institutes Straumann AG hervorgegangene Stratec übernommen hat. Mit Miesch holte er einen Geschäftsführer an Bord, der bei Stratec tätig war und den er zudem aus der Zeit der gemeinsamen Polymechanikerlehre kennt.

 

Der Trick mit der Verblockung

Wer sich in einer Branche mit starken Konkurrenten neu etablieren will, muss eine Nische finden, besser sein – oder beides. Medartis beschränkte sich zuerst auf Platten und Schrauben für die Gesichts- und Kieferchirurgie. 2004 kamen Implantate für die Hand und den Unterarm – für Frakturen, wie sie beispielsweise Biker und Snowboarder oft erleiden – und 2010 für die Fusschirurgie hinzu. 2005 wurde die neue Fixierungstechnologie TriLock zur Verblockung der Schraube mit der Platte eingeführt, mit der sich Medartis von der Konkurrenz abhebt: Der Knochen ist eine lebende Substanz. Übt das Implantat zu viel Druck aus, weicht er zurück und die Schraube sitzt locker. Bei einer verblockten Schraube bildet diese dagegen eine Einheit mit der Platte und kann Kräfte aufnehmen und übertragen. Der Clou beim patentierten TriLock: «Die Schraube kann in alle Richtungen stufenlos bis zu 15 Grad geschwenkt werden und lässt sich trotzdem verblocken. Die Verblockung lässt sich zudem mehrmals lösen, um während der Operation Korrekturen vorzunehmen. » Damit das auf Reibung und Keilkräften beruhende System funktioniert, werden Schrauben und die Löcher in den Platten mit einer Präzisionim Hundertstel-Millimeter-Bereich gefertigt. Dieser Herausforderung stellte sich Medartis ab 2005 mit einer eigenen Produktion in Bretzwil.

 

Stürmisches Wachstum

2009 vereinigte das junge Unternehmen alle Abteilungen, inklusive Produktion im Stücki Business Park, auf rund 16 000 Quadratmetern mit reichlich Platzreserve für künftige Expansion. 131 Angestellte arbeiten im Basler Firmensitz, deren 96 in Tochterfirmen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Grossbritannien, Polen, den USA, Mexiko, Spanien, Australien und Neuseeland.
Zusätzlich besteht ein weltweites Distributorennetz. Das Wachstum betrug zwischen 2002 und 2009 durchschnittlich über 50 Prozent.
«Für die nächsten Jahre hat sich Medartis das Ziel gesetzt, mit fachlicher Kompetenz weiter zu wachsen und sich international als eines der führenden Unternehmen für Medizinaltechnik zu positionieren», erklärt Miesch. «Die gemeinsame Entwicklung der Implantate mit den damit operierenden Ärzten ist der Schlüssel zu wissenschaftlich fundierten Behandlungslösungen», führt Miesch weiter aus: «Diese ermöglichen eine schnelle und vollständige Heilung. Wir können nur bestehen, wenn wir den Ärzten und Patienten einen Mehrwert bieten.» Um die Innovation weiter voranzutreiben, arbeitet Medartis zudem eng mit der International Bone Research Association (IBRA, Internationale Knochenforschungsgesellschaft) zusammen.

01.03.2010 | Ausbildung bei Medartis

Ab August 2010 bilden wir Jugendliche, die Freude an einen technischen Beruf haben, zum Polymechaniker aus. Weitere Informationen zum Berufsbild des Polymechanikers und zu Medartis findet ihr in unserer Ausbildungsbroschüre, die wir euch auch gerne zuschicken.
Telefonische Auskünfte erhaltet ihr unter Tel. Nr. 061 633 34 34.

 

01.03.2010 | Operation Smile - Medartis unterstützt humanitären Einsatz für Erdbebenopfer in Haiti

Nach dem verheerenden Erbeben auf Haiti vom 12. Januar 2010 mit Tausenden von Toten und Verletzten war für Medartis sofort klar, dass der humanitäre Einsatz vor Ort unterstützt werden sollte. In Zusammenarbeit mit Operation Smile und Prof. Domenico Scopelliti aus Rom war es möglich, CMF Implantate und chirurgische Instrumente schnell zur Verfügung zu stellen und denjenigen Hilfe zu bieten, die sie am meisten benötigen. Operation Smile ermöglicht weltweit auf freiwilliger Basis Operationen bei Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten und anderen fazialen Deformitäten bei Kindern. In Haiti leisten sie in Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen die Grundversorgung in den Spitälern. 

23.02.2010 | Medartis entwickelte modifizierten Bindungsstab für Simon Ammann und Schweizer Skisprung Team

Das Ziel dieser Entwicklung war es, einen gebogenen Bindungsstab mit ausgeklügeltem System zur Einstellung der genauen Stablänge, welche dem Wunsch des Athleten entspricht, zu entwickeln.

Unter Verwendung von High Tech Materialien, neusten Maschinen und Herstellverfahren aus der Medizinaltechnik hat Medartis in Absprache mit dem Team der Schweizer Skispringer diesen Stab entwickelt und hergestellt.

Kurzum funktionieren die von uns verwendeten Methoden perfekt, was Simon Amman mit dem Gewinn von 2 Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver eindrücklich bewiesen hat.

25.05.2009 | Medartis übernimmt den australischen Distributionspartner Energy Orthopaedics

Medartis ist ein international tätiges Unternehmen mit Hauptsitz in Basel, welches im Bereich der Medizinaltechnik Lösungen für die chirurgische Fixierung, Korrektur und Rekonstruktion in den Bereichen Extremitäten und Gesichtsschädel anbietet. Das Unternehmen beschäftigt heute 180 Mitarbeiter und ist mit 8 Tochtergesellschaften und einem breiten Distributorennetz weltweit vertreten.

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